Der heutige Beitrag ist einer stillen Leidenschaft von mir gewidmet - den Fernsehserien. Zweien davon im besonderen - den Serien “Doctor Who” und “The Big Bang Theory“.
Doctor Who ist eine Science Fiction Serie und handelt von den Abenteuern des letzten überlebenden Time Lords. Die Time Lords waren die Bewohner des Planeten Gallifrey und hatten eine natürliche Sensibilität und Verbindung zum Medium Zeit und zur Essenz des Universums als ganzes. Im Time War, einem Krieg zwischen den Time Lords und den Daleks, einer ausserirdischen Spezies, wurden die Time Lords bis auf eine Person vernichtet: Den Doktor. Dieser reist nun in seinem Raumschiff, der TARDIS (Time And Relative Dimension In Space) durch Zeit und Raum - als letzter Überlebender seines Volkes - und versucht dabei Sünden wieder gut zu machen, von denen der Zuschauer immer nur in Bruchstücken erfährt, dass sie der Doktor begangen hat (so wird er des öfteren als der “Mörder seines Volkes” bezeichnet - was bis dato nicht näher geklärt wurde).
Die von der BBC produzierte Serie ist ein Science Fiction Phänomen, denn seit dem 5. April 2008 läuft die inzwischen dreissigste Staffel. Die Serie, mit deren Erfolg niemand auch nur im mindesten gerechnet hat, läuft seit 1963 mit einer Unterbrechung der Dreharbeiten von 1989 bis 2005. Die britische Jugend- und Popkultur wurde seit den sechziger Jahren sehr von Dr. Who geprägt - in vielen Liedern und modernen Serien, Büchern, Filmen, Spielen und auch Alltagsgegenständen, ja selbst in Dialektausdrücken der Jugendlichen Großbritanniens haben sich Referenzen zur Serie eingeschlichen.
Die Faszination, die von der Serie ausgeht, gründet einerseits auf den wirklich guten Drehbüchern, die sowohl unterhalten, aber auch zeitaktuelle Themen aus den Bereichen Gesellschaft, Politik und Kultur behandeln, als auch auf den großartig gecasteten Schauspielern. Das Setting der Serie erlaubt größtmögliche Freiheit, da die Tardis sowohl durch Raum als auch durch die Zeit reisen kann - kombiniert mit einer Vielzahl an dargestellten außerirdischen Welten sind den Drehbuchautoren damit fast keine Grenzen gesetzt. Auch für das durch die lange Laufzeit bedingte Wechseln der Schauspieler hat man sehr elegante Lösungen gefunden, die hier aber nicht verraten werden sollen.
Jedem Liebhaber von Science Fiction Serien sei Doctor Who sehr ans Herz gelegt - und es müssen nicht zwangsläufig alle dreissig Staffeln gekuckt werden - mit dem Relaunch der Serie 2005 wurde auch für Publikum, das bis dato noch keinen Kontakt zu Dr. Who hatte ein angenehmer Einstieg geschaffen. Man muss der Serie aber die Zeit geben die sie braucht, um sich richtig fesseln zu lassen. Die erste Hälft der 2005er Staffel ist eher schwach, dafür wird die Serie mit jeder ausgestrahlten Folge besser und um meinen Freund Kroni zu zitieren: “Die letzten sechs Folgen der 2007er Staffel gehören mit zu dem Besten, was die Fernsehseriengeschichte je erlebt hat.” Wenn das mal keine Aussagekraft hat …
Die zweite Serie, die ich der werten Leserschaft heute präsentieren möchte, trägt den eingangs bereits erwähnt klangvollen Namen “The Big Bang Theory” und wird seit 2007 von CBS unter der kreativen Leitung von Chuck Lorre (bekannt durch Serien wie Two and a half men oder Roseanne) und Bill Prady (Married with Children (aka Eine schrecklich nette Familie), Star Trek: Voyager, Gilmore Girls…) produziert.
The Big Bang Theory handelt von den beiden in einer Wohngemeinschaft lebenden “Nerds” Sheldon Cooper und Leonard Hofstadter und deren nicht minder nerdigen Freunden und Kollegen Howard Wolowitz und Rajesh Koothrappali. Diese vier erfreuen sich eines ruhigen, für Nerds völlig typischen Lebens voller sozialer Ausgestoßenheit, zwischenmenschlicher Tolpatschigkeit und durch technische Gadgets hervorgerufener Glückseeligkeit - bis eines Tages in der Wohnung gegenüber die hübsche Penny einzieht und ihre Leben völlig auf den Kopf stellt - denn Leonard verliebt sich in Penny. Penny selbst findet ihrerseits gefallen an den vieren - allerdings auf freundschaftlicher Ebene - und damit ist die soziale Katastrophe auch schon vorprogrammiert.
Die amerikanische Sitcom wird vor allem jene Leute ansprechen, die selbst etwas nerdiges an sich haben - sei es ein Interesse an Wissenschaft, Computern oder Technik an sich - und auch all jene Leute, die Nerds in ihrem Bekanntenkreis haben. Die gekonnte Mischung aus Wortwitz, Slapstick und Situationskomik dargestellt in Situationen, die jeder schon einmal erlebt hat (meist jedoch nicht so überzogen wie in der Serie dargestellt) macht die Serie zu einem wahren Augenschmaus - und einem Angriff auf das Zwerchfell.
So ganz nebenbei wird der kleine Geek in jedem von uns auch noch auf Dinge aufmerksam gemacht, die in seinem Leben noch fehlen - ich zum Beispiel werde mir noch diese Woche einen neuen Duschvorhang bestellen - ganz nach dem Vorbild aus der Serie natürlich.







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