Vom dreizehnten bis fünfzehnten Juni war es wieder so weit - das Novarock Musikfestival öffnete in Nickelsdorf im schönen Burgenland seine Tore, um 160.000 (das sind einhundertsechzigtausend) Musik- und Alkoholbegeisterten aller Altersgruppen Unterhaltung zu bieten.
Mittendrin - oder eigentlich eher am Rande des Zeltplatzes - war ein kleiner Regen, umgeben von seinem Freundeskreis, um sich dort die Zeit zu vertreiben. Nach anfänglicher Mühsal - die ganze Wochenendausrüstung wollte zirka eine Stunde vom Park- zum Zeltplatz transportiert werden und jetzt ist mir auch klar, wie der durchschnittliche Maulesel sich sein Leben lang fühlt.
Alles in allem wars aber ein schönes, wenngleich lautes Wochenende.
Freitags waren wir etwas missmutig, wurde doch wegen starken Windes ein Großteil der Veranstaltungen auf der Blue Stage abgesagt alldiweilen auf der Red Stage munter weitergegröhlt wurde - aber zu den wichtigen Konzerten (Alkbottle, NoFx und Die Ärzte) war auch die Blue Stage wieder in Betrieb.
Der Samstag ist von meiner Festplatte größtenteils gelöscht, was einer Überdosis pisswarmem Mischgetränkes aus 50% weissem Vodka und 50% Kirschlikör zu verdanken ist, welches von meinem lieben Freund Konrad gemixt wurde und von mir in etwa fünfzehn Minuten zur Hälfte vernichtet wurde … was immerhin 0,75 Liter waren. Kurzzeitig war ich dann noch ganz lustig - danach hat sich der Nebel des Vergessens über mein Gedächtnis gelegt. Wenn ich die Bilder und Videos, die die anwesenden Saftärsche, umgangssprachlich auch Freunde genannt, gemacht haben aber konsultiere, so kann ich diesem Nebel nur dankbar sein, denn es war mit Sicherheit kein schönes Gefühl.
Sonntags war dann alles wieder senkrecht und ich konnte bei Disturbed, Anti Flag und Judas “Fucking” Priest richtig schön abrocken. Interessanterweise scheine ich die Gabe zu haben, Mosh- und Circlepits anzuziehen, denn allein während des Disturbed Konzertes entstanden genau dort, wo ich stand, fünf Mosh- und zwei Circle-Pits. War trotzdem lustig.

