Wie versprochen hier also der Erlebnisbericht eines kleinen Österreichers von seiner kurzen Zeit in der noch kleineren Schweiz. Ich habe ja bereits vorab versucht, möglichst alle Klischees über unser schönes Nachbarland im Westen abzudecken - allein ich wurde eines Besseren belehrt.
Gleich nach der Landung am Flughafen wurde ich von einem Werbeplakat begrüßt: “Try the famous swiss chocolate here at Zurich airport.” gefolgt von einem Plakat: “See the famous swiss watches here at Zurich airport.” Ich wurde etwas misstrauisch - sollten die Schweizer gar wollen, dass wir “Resteuropäer” auf bestimmte Art und Weise über sie denken? Aber gut - man ist ja tolerant und ich stieg also in die Bahn ein, die mich vom Landegate zur Gepäckausgabe bringen sollte. Dort wurde ich von Kuhglockengeläut, einem jodelnden Männerchor und dem Muhen von Kühen empfangen - alles vom Tonband, aber doch irritierend. Im Tunnel, durch welchen wir fuhren, war eine große Videowall angebracht, auf welcher eine junge Sennerin Milch aus einem Holzeimer in eine große Milchkanne goß.
Das waren die ersten zehn Minuten Schweiz, die ich erleben durfte - und ich war sehr amüsiert.
Das Wochenende selbst war wie nicht anders zu erwarten äußerst unterhalt- und erholsam! Tobias, mein Gastgeber, und seine beiden Mitbewohner haben sich alle Mühe gegeben, dass ich mich wohl gefühlt habe. Wir haben viel gelacht, viel getrunken, viel gegessen, noch mehr getrunken und uns das schöne Zürich angesehn. Ich habe Ebi bei Soul Calibur 3 so vernichtend geschlagen, dass noch seine Enkelkinder einmal im Jahr werden schwarz tragen müssen, wir haben Ebi’s MacBook mit dem neuen Mac OS X Leopard zerschossen und dann mehrere Stunden Datarecovery betrieben (wobei ich als PC User natürlich mehrmals die offensichtliche Überlegenheit von Macs anerkennen musste, klappt es doch bei einem PC nicht einfach so beim OS Upgrade das Gerät vollständig lahm zu legen) und uns generell prächtig amüsiert.
Viel zu schnell war dann schon wieder der Sonntagabend gekommen und ich trat meine Heimreise an. Ich hoffe, bald wieder einmal in Zürich aufschlagen zu können und freue mich schon darauf, mich in bälde bei Tobias revanchieren zu können!
Abschließend ein paar Bilder, um das Auge des geneigten Lesers zu erfreuen:
_________________________________________________________________
Wohin man in Zürich auch blickt - überall Banken!
Mein Gastgeber auf einer, wie nicht anders zu erwarten, Bank am schönen “Genfer See” - gell Ebi?
Abschließend noch der Beweis, dass die Schweiz nicht nur in Sachen EU aus der Reihe tanzt! Hier sieht wirklich alles anders aus. Nur wie man damit telefonieren soll ist mir noch schleierhaft.





sahil simon said,
11-8-2007 in 22:18:08 at 59.178.59.107lol. did you know that chocolate was banned in switzerland for many years. read this