Dem werten Leser mag es vielleicht schon aufgefallen sein - auch ich bin ein Mitglied des männlichen Geschlechts (HOHO! Welch brilliantes Wortspiel!) Als solches konnte auch ich mich wie viele meiner Artgenossen nicht der Anziehungskraft der holden Weiblichkeit entziehen.
Wie jeder kleine Junge waren Mädchen erst, als ich sie noch nicht ans “andere Wesen” erkannte, normale Spielgefährten. Als der Unterschied zwischen Mädchen und Junge klar wurde waren sie wie bei jedem kleinen Jungen erst mal “Bäh.” “Das sind ja nur Mädchen, mit denen kann man ja nicht spielen.” “Die sind ja doof.” etc.pp. Bis ich etwa neun oder zehn Jahre alt war und sie sah. Als ich dieses Mädchen das erste Mal erblickte setzte meinen Herz einen schlag aus - ich kann mich an nicht vieles aus meiner Kindheit erinnern (mag wohl auch daran liegen, dass bei diversen Gelagen bedingt durch C2H5OH diverse Gehirnzellen auf der Strecke geblieben sind - und viele meiner Kindheitserinnerungen besser gut verdrängt aufgehoben werden bis ich mir einen Psychiater leisten kann) - aber an jenen Moment erinnere mich, als wäre es grade eben erst passiert.
Weshalb nun komme ich aber gerade heute auf das Thema zu schreiben? Weil ich jenes Wesen elfengleicher Schönheit gestern Abend wiedergesehen habe - und sie sah damals wie heute wunderschön aus - und genau wie damals wurde mir etwas wehmütig ums Herz. Von wem also mag ich wohl sprechen? Die Rede ist von keiner geringeren als Tami Stronach, dem werten Leser vielleicht besser bekannt unter dem Namen Mondenkind - die kindliche Kaiserin.
Gestern Abend habe ich mir nach längerer Zeit mal wieder den Film “Die unendliche Geschichte“ angesehen, jenen wohl schönsten Fantasyfilm, der für Kinder jeden Alters geeignet ist, jenen Film, der in der gesamten Geschichte der Filmindustrie die wohl fürchterlichsten Nachfolgeteile hat, die die Magie der Welt von Phantasien auf so kunstvolle Weise zu zerstören wussten. Genau wie beim ersten Sehen fieberte ich mit Atréju mit, als er durch das erste Tor des südlichen Orakels lief, weinte mit ihm, als Artax starb (ja, ich hatte in der Tat Tränen in den Augen), freute mich mit Bastian, als er auf Fuchur flog und lachte über Engywuck und Urgl.
Die unendliche Geschichte war jener Film, der meine Liebe zu Büchern und im Besonderen zu Fantasystories jedweder Art geweckt hat. Insofern ist Michael Endes Geschichte also auch für meine zweite große Liebe verantwortlich. Falls du, lieber Michael, das hier lesen solltest, ein tief empfundenes, ehrliches, herzliches Danke dafür. Du hast mein Leben bereichert.



Greynor said,
6-4-2007 in 13:23:20 at 62.154.242.54Ja, die ist in der Tat eine hübsche Person. Ich persönlich fand als Kind “Die unendliche Geschichte” eher abstoßend, daher hab ich keinen wirklichen Bezug zu dem Film.
“Das Nichts” machte mir Angst, und der Wolf sowieso. Eigentlich nix für kleine Kinder. Wobei: Auf Fuchur bin ich als Kind sogar gesessen, in den Bavaria Filmstudios :)